Findet, wer suchet?

Moderne Kurzgeschichten finden

Baisse

Leider spielt die besondere Literaturgattung „Kurzgeschichte“ nur eine Nebenrolle auf dem deutschen Buchmarkt. Einer unübersehbaren Zahl an Roman-Neuveröffentlichungen stehen ein paar Hände voll Kurzgeschichten-Bücher gegenüber. Oft genug sind dies dann sogar nur Neuauflagen berühmter und bekannter Kurz-Werke. Aber neue, moderne Kurzgeschichten? Es scheint fast so, als gäbe es keinen Bedarf. Das aber ist sehr verwunderlich, denn schließlich leben wir doch in der großen Zeit der kleinen Häppchen. Musikstücke, Radio-Interviews, sogar Polit-Magazin-Beiträge – nichts davon darf länger dauern als drei Minuten. Gelesene Geschichten dagegen müssen ganze Bücher füllen, nicht erst seit Harry Potter möglichst gleich mehrere mit vielen hundert Seiten. Dicke Wälzer boomen.

Mag ich nicht

Besteht also kein Bedarf an modernen Kurzgeschichten? Ja, vielleicht. Viele Menschen wissen vielleicht gar nicht, was das überhaupt ist. Andere mögen sie erklärtermaßen nicht. Womöglich wurden sie in der Schule zu sehr damit gequält, vielleicht aber lieben sie einfach nur seichte Unterhaltungsliteratur wie Krimis oder Liebesromane. Oft (nicht immer) haben Kurzgeschichten einen höheren literarischen und thematischen Anspruch, und dafür ist die Zielgruppe üblicherweise überschaubar.

Boom

Auf der anderen Seite boomen Kurzgeschichten aber tatsächlich auch. Im Internet gibt es zahlreiche Foren, auf denen jedermann und -frau eigene Werke hochladen und dort veröffentlichen kann. Die moderne Möglichkeit, über Books on Demand oder E-Books seine Werke kostenlos zur Verfügung zu stellen, hat auch im Bereich der Short Stories zu einer großen Demokratisierung beigetragen. So begrüßenswert das ist: Leider heben diese oft völlig Korrektorat- und Lektorat-freien Methoden ganz erheblich den Frust-Faktor bei anspruchsvollen Lesern und Leserinnen. Wer über zahlreiche Rehctscreib- und Zeichensetzungsfehler nicht hinwegsehen will, wird diese Produkte oft genervt zur Seite legen müssen (selbstverständlich gibt es großartige Ausnahmen unter den verlaglos veröffentlichten Büchern!). Und ob es sich wirklich um Kurzgeschichten handelt, oder „nur“ um kurze Geschichten, ob sie also spannend sind oder aufrüttelnd, ob sie verstören oder wenigstens unterhalten, wird einmal mehr jeder anders beurteilen.

Nadel im Heuhaufen

Wenn sich also nur wenig Verlage und Autoren professionell dem Genre Kurzgeschichte widmen – insbesondere der modernen Kurzgeschichte –, auf der anderen Seite aber nicht professionelle kurze Geschichten wie Pilze aus dem Boden schießen, dann ist das ein eher ungünstiges Verhältnis, um die wirklich coolen Stories zu finden. Einem Text sieht man nicht auf Anhieb an, wie gut man ihn finden wird. Man muss ihn erst (oft vollständig) lesen, um ihn beurteilen zu können. Das kostet Zeit und Nerven.

Websites wie diese hier wollen Dir dabei helfen, coole, zeitgemäße, moderne Kurzgeschichten zu finden. Und Du kannst mir helfen, indem Du mir noch weitere Buch- und Autorentipps schickst ...


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